Christoph Orth: „Hier ist der Schlüssel zu allem.“ Goethes und Knieps Reise nach Sizilien

Vortrag

Im Rahmen der Ausstellung Italien in Linien. Meisterzeichnungen von Christoph Heinrich Kniep

Für Goethe war die Erfahrung Siziliens das prägende Erlebnis seiner Italienreise. An diesem „wundersamen Punkt, wohin so viele Radien der Weltgeschichte gerichtet sind“, wie er selbst schreibt, bündelten sich seine vielfältigen Interessen: mythologische und künstlerische ebenso wie geologische und naturwissenschaftliche. Dazu gehörte auch die Suche nach der Urpflanze im botanischen Garten von Palermo. Sizilien wurde so zu einem Schlüsselmoment für sein Verständnis der Welt. Begleitet wurde er von Christoph Heinrich Kniep, dessen auf der Reise entstandene Zeichnungen Goethes Wahrnehmung der Insel festhielten und zugleich einen tiefen Einblick in seine Gedanken- und Bilderwelt ermöglichen.

 

Der Kunsthistoriker Dr. Christoph Orth ist seit 2021 Kustos für die Graphischen Sammlungen der Museen der Klassik Stiftung Weimar und betreut dort unter anderem Goethes Sammlung von Kunst auf Papier. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die Zeichenkunst der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts. Er publizierte zuletzt u. a. zu Goethe und Caspar David Friedrich.

 

Bildnachweis: Christoph Orth © Christoph Orth;  C. H. Kniep: Die Bucht von Palermo und der Monte Pellegrino. C. 1787. Weimar, Klassik Stiftung Weimar, Museen © Klassik Stiftung Weimar, Museen