Incontri al Corso 18 – mit Radek Krolczyk

Gespräch

 

INCONTRI AL CORSO 18 ist eine Veranstaltungsreihe, in der die Stipendiat*innen, die jeweils zwei Monate in der Via del Corso 18 leben und arbeiten, ihre Projekte in einem offenen Gespräch mit Gregor H. Lersch, Direktor der Casa di Goethe, und dem Publikum vorstellen.

Rom – vor während und nach Peter O. Chotjewitz

Während seiner Zeit in Rom begibt sich Radek Krolczyk auf die Spuren des deutschen Autors, Übersetzers und Rechtsanwalts Peter O. Chotjewitz, der sich in verschiedenen Jahrzehnten, den späten 1960er und frühen 1970er, dann den frühen 1990er Jahre in Rom aufhielt und viele, teils gegensätzliche Persönlichkeiten, wie die RAF-Mitglieder Andreas Baader und Gudrun Ensslin oder den Autor Ernst Jünger, der wie Chotjewitz 1967 als Rompreisträger in der Villa Massimo zu Gast war, kennenlernte. Diese Begegnungen prägten Chotjewitz Sicht auf die Stadt, die er in vielen literarischen Werken verarbeitete und so außergewöhliche Romporträts schuf.
Nun wird Radek Krolczyk, 15 Jahre nach Chotjewitz Tod, dessen Rombild überprüfen und aktualisieren. Der literarische Essay wird durch eine hierfür geschaffene Fotoserie von Hannah Wolf ergänzt und im Verbrecher Verlag Berlin erscheinen, der auch das Werk von Chotjewitz betreut.

Radek Krolczyk © Hannah Wolf

Radek Krolczyk (*1978, Pyskowice, PL) lebt als Autor und Galerist in Bremen. Er arbeitet zu politischen Implikationen von Ästhetik. Seit 2014 unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der HfK, seit 2019 in Kunstwissenschaft an der Universität Bremen. 2018 wurde er als Autor mit dem Preis für Kunstkritik der „Art Cologne“ und der „Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine“ (ADKV) ausgezeichnet. Er ist Inhaber der Galerie K‘ in Bremen.

Fotos:Foto: Radek Krolczyk © Hannah Wolf, Peter O. Chotjewitz © Alexander Janetzko