
Wie zu allererst das Beispiel Goethe zeigt, zu dem beinahe im Jahresrhythmus neue Biographien erscheinen, gehört die „Klassikerbiographie“ weiterhin zu den auf einem enger werdenden Buchmarkt gängigen Formaten. Am Beispiel seiner Biographie zu Theodor Fontane (Fontane. Ein Jahrhundert in Bewegung. Rowohlt, Reinbek) erläutert der Autor in seinem Vortrag Möglichkeiten und Fragen einer zeitgemäßen Biographik: etwa zum Verhältnis von Leben und Werk, Selbststilisierung und Feldbedingungen der Epoche, sowie Methoden- und Darstellungsfragen zwischen wissenschaftlicher Publikation und „Publikumsbuch“.
Im Anschluss an den Vortrag diskutiert Professorin Maria Paola Scialdone (Università di Macerata) mit Iwan-Michelangelo D‘Aprile über Perspektiven der Fontane-Forschung zum Verhältnis von Autobiographie und Biographie bei Theodor Fontane.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Zweiten Jahrestagung der Italien-Sektion der Fontane Gesellschaft statt.
In deutscher und italienischer Sprache

Iwan-Michelangelo D’Aprile © privat
Iwan-Michelangelo D’Aprile ist seit 2015 Professor für Kulturen der Aufklärung an der Universität Potsdam und Vorsitzender der Theodor Fontane Gesellschaft. Er war Gastprofessor u.a. an der Università di Bologna, der Université Bordeaux-Montaigne, an der National University of Ireland in Galway sowie an der Duke University, North Carolina. Zusammen mit Peer Trilcke gibt er die Große Brandenburger Ausgabe der Werke Fontanes im Aufbau Verlag sowie die Zeitschrift des Fontane Archivs Fontane Blätter heraus. Neben der Biographie Fontane. Ein Jahrhundert in Bewegung (2018 im Rowohlt Verlag) hat er zahlreiche Artikel, u.a. zur Beziehung von Fontanes journalistischem und literarischen Werk publiziert (in Text und Kritik, Fontanes Medien, Fontane Handbuch).

Maria Paola Scialdone © privat
Maria Paola Scialdone ist Professorin für deutsche Literatur und Kultur an der Universität von Macerata. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die literarische Anthropologie mit besonderem Schwerpunkt auf dem Phänomen des Schreibens über das Selbst (Autobiographien, Briefe), vor allem im Bereich des Pietismus und der Frauen, sowie Emotionen in der Literatur; die Goethezeit; die Wahrnehmung und Darstellung des Raums in der Literatur, mit einem besonderen Fokus auf die Geopoetik von der Goethezeit bis zur Gegenwart. Ihr Ein weiteres Interesse gilt den Darstellungen des Andersartigen (Fremde und die Poetik der Überschreitung bei Theodor Fontane; die Wahrnehmung des Juden bei E.T.A. Hoffmann, bei Theodor Fontane und bei Gertrud Kolmar).
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