Thomas Mann, Goethe und Italien

 

18.30 Einweihung der Thomas Mann gewidmeten Vitrine anlässlich seines 150. Geburtstags

19.00 Projektion des Films Tod in Venedig von Luchino Visconti (1971)

Für Thomas Mann spielten Goethe und Italien eine zentrale Rolle – und machen ihn somit auch zu einer wichtigen Figur der Casa di Goethe.
Der deutsche Schriftsteller verbrachte bereits in jungen Jahren immer wieder längere Zeiträume in Italien, unter anderem auch in Rom, und kehrte immer wieder hierhin zurück. Seine Italienaufenthalte brachten entscheidende Inspiration für sein literarisches Schaffen. Erzählungen wie Tod in Venedig oder Mario und der Zauberer sind von diesen Aufenthalten inspiriert. In Rom, am Largo Argentina, wo er ab Winter 1895 mit seinem Bruder Heinrich wohnte, legte Thomas Mann die Grundlagen für seinen ersten, 1901 erschienenen Welterfolg, die „Buddenbrooks“.

Darüber hinaus schätzte er Goethe zeitlebens so sehr, dass sein gesamtes Werk von ihm beeinflusst wurde. Schon früh plante er eine Novelle über die Leidenschaft des alten Goethe für Ulrike von Levetzow in Marienbad: Inspiriert durch die Venedig-Reise 1911, sollte die späte unglückliche Liebe und die Entwürdigung eines alternden Künstlers thematisiert werden. Nicht Goethe wurde Protagonist der Novelle, sondern Gustav von Aschenbach in der Novelle Tod in Venedig.

Aus diesem Grund widmet die Casa di Goethe eine Vitrine mit historischen Ausgaben von Thomas Manns Schriften über Goethe.

Im Anschluss an die Präsentation der ausgestellten Werke wird der Film Tod in Venedig von Luchino Visconti in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.

 

Foto: Philipp Kester, Thomas Mann – Porträt mit einem Buch in der Hand, 1906, Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie (FM-87/61.1013.3), CC BY-SA 4.0

Im Rahmen von „Filmpalast Deutschland. Sieben Kinobegegnungen mit der deutschen Zeitgeschichte”

Sieben Kinobegegnungen mit der deutschen Zeitgeschichte, in denen der Film als historische Quelle zur Analyse des jeweiligen Zeitabschnitts verwendet wird. Die Filme werden von ExpertInnen eingeleitet und kommentiert; sie sollen dem Publikum Handreichungen bieten, um das jeweilige Werk in seinen historischen Kontext einzuordnen. Veranstalter sind das Istituto Italiano di Studi Germanici, das Deutsche Historische Institut Rom, das Goethe-Institut Rom und das Museum Casa di Goethe.

Der 5. Termin, „Kalter Krieg – DDR“ findet in der Casa di Goethe statt:
Spur der Steine
Regie: Frank Beyer
DDR 1966, 139 Min., s/w, Originalversion mit ital. Untertiteln
Manfred Krug in „Spur der Steine”

Manfred Krug in „Spur der Steine” | Foto: © DEFA-Stiftung

Einführung von Ute Weidenhiller, Professorin für Deutsche Literatur – Universität Roma Tre
Auf der Großbaustelle Schkona sind im Kampf um Planerfüllung und Baumaterial fast alle Mittel recht. Brigadier Balla und seine Männer genießen Narrenfreiheit, da sich ihr unorthodoxer Arbeitsstil als sehr effizient erweist. Als die junge Technikerin Kati und der neue Parteisekretär Horrath auf der Baustelle eintreffen, kommt es zu Konflikten und Balla muss Position beziehen. DEFA Film.

Sprache: Film in deutscher Originalsprache mit italienischen Untertiteln, Diskussion auf Italienisch

Kostenloser Eintritt
+39 06 32650412

Voranmeldung erforderlich

Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Filmpalast Deutschland. Sieben Kinobegegnungen mit der deutschen Zeitgeschichte.

 

Logos Filmpalast Deutschland