Aktuelles & Archiv

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Gut zu wissen

Jahresbericht 2021

Jahresbericht 2021

Woher kommt die Italienbegeisterung der Deutschen?

Heimreisen: Goethe, Italien und die Suche der Deutschen nach sich selbst (Rowohlt 2021)

Gespräch mit Golo Maurer

In Kooperation mit der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo

Wo: Villa Massimo, Largo di Villa Massimo 1-2, 00161 Roma

Mittwoch, den 24.11. 2021 um 19.00

Begrüssung: Julia Draganovic
Golo Maurer spricht mit Giovanni Sampaolo
Moderation: Maria Gazzetti
Auf Deutsch mit Simultanübersetzung
Freier Eintritt, nur mit online-Anmeldung und Green Pass 
Live streaming

Keine Frage, erst in Rom regenerierte der von Midlife-Crisis geplagte Weimarer Geheimrat wieder zum Dichter und glücklichen Menschen. Goethes Italienreise war nicht nur der erste deutsche Selbstfindungstrip, er löste eine Italienbegeisterung aus, die bis heute anhält und scheinbar keine politische Couleur hat, noch Alter kennt. Maurer zeigt mit schwungvoll ironischer Feder, wie jene Selbsterfahrung Goethes in Italien für die Generationen nach ihm zum Vorbild wurde, von Fanny Mendelssohn bis Thomas Mann und Ingeborg Bachmann. Im 19. Jahrhundert wurde die Italienliebe gar zum Bestandteil der deutschen Identität: man liebte Italien, identifizierte sich mit Goethe und fühlte sich deutsch. Das verhinderte nicht, dass sich ein überheblicher Unterton in die deutsche Gelehrsamkeit schlich – „man“ kennt sich schließlich aus in Italien. Doch gelten nach wie vor Italienkritiker wie Herder, Gustav Nicolai und zuletzt Rolf Dieter Brinkmann als Tabubrecher. Maurers Fazit: Zur „Heimreise“ kann die Reise in das Land der blühenden Zitronen nur werden, wenn Erfahrungen und Erinnerungen die eigenen sind.

Golo Maurer

Golo Maurer (1971) ist habilitierter Kunsthistoriker und Bibliotheksleiter der Bibliotheca Hertziana in Rom. Zu seinem Kerngebiet der Italientradition und des Italienbildes der Deutschen erschienen gleich mehrere Publikationen wie „Preußen am tarpejischen Felsen – Chronik eines absehbaren Sturzes. Die Geschichte des Deutschen Kapitols in Rom 1817–1918 (2005). 

Giovanni Sampaolo

Ordinarius für Germanistik an der Universität Roma Tre, ausgewiesener Kenner Goethes und der zeitgenössischen österreichischen Literatur, Mitglied der Weimarer Goethe-Gesellschaft.


AUSSCHREIBUNG

Deutsch-italienischer Übersetzerpreis 2021/22

Wir nehmen Bewerbungen entgegen!

Der Deutsch-Italienische Übersetzerpreis wird von der Beauftragten der deutschen Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gemeinsam mit dem italienischen Ministerium für Kultur (MiC) ausgelobt und wird in Zusammenarbeit der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, der Casa di Goethe, dem Goethe-Institut Rom und dem Istituto Italiano per gli Studi Germanici, sowie dem Italienischen Kulturinstitut, der italienischen Botschaft und dem LCB verliehen. Mit dem Preis wird die maßgebliche Rolle von Übersetzerinnen und Übersetzern als Brückenbauer zwischen den Kulturen gewürdigt, verbunden mit dem Ziel, kontinuierlich den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Italien zu fördern.

Im zweijährlichen Wechsel wird eine herausragende Übersetzung vom Deutschen ins Italienische sowie vom Italienischen ins Deutsche ausgezeichnet. In den Zwischenjahren finden Übersetzerworkshops alternierend in Berlin und Rom statt.

Die Preissumme für die beste Übersetzung beträgt 10.000 €. Für den Übersetzernachwuchs wird ein Förderpreis vergeben, der mit einem Aufenthaltsstipendium in Deutschland verbunden ist.

Die 13. Preisverleihung, bei der eine Übersetzung eines deutschen literarischen Werks ins Italienische prämiert wird, findet im Frühjahr 2022 in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo statt.

                                           

  Teilnahmebedingungen 2021/22

Für den Preiswettbewerb sind Übersetzungen aus dem Deutschen ins Italienische berechtigt, die

  • durch einen Verlag in Italien im Zeitraum seit 2018 in Italien erschienen sind bzw. noch im Laufe des Jahres 2021 erscheinen. Übersetzungen, die erst im Herbstprogramm erscheinen, können bis zum 30. November nachgeliefert werden.  Druckfahnen werden akzeptiert, vorausgesetzt, das Buch wird bis Ende Dezember 2021 veröffentlicht. In jedem Fall sind bis zum 30. November 2021 (Datum des Poststempels bzw. Eingang der Email) die zur Einreichung vorgesehenen Titel anzumelden.
  • der Kategorie Belletristik angehören. Ausgeschlossen sind Sachbücher und Kinderliteratur.

Bewertet und ausgezeichnet wird ausschließlich die Qualität der Übersetzung.
Bewerbungen können ab sofort und bis zum 30. November 2021 (Datum des Poststempels bzw. Eingang der Email) eingereicht werden.
Sowohl Verlage als auch Übersetzerinnen / Übersetzer sind herzlich eingeladen, Bücher einzureichen, die die oben genannten Bedingungen erfüllen.

Die Wettbewerbsbeiträge sind entweder in siebenfacher Ausführung an die folgende Anschrift zu senden:

Goethe-Institut Rom
Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis
n.n.
Via Savoia, 15, 00198 Rom / Italien

Oder als pdf an via E-Mail an: premiotraduzione-italia@goethe.de

Bitte senden Sie zusätzlich eine Kurzinformation zur Übersetzerin bzw. dem Übersetzer mit einer Übersicht der bisher veröffentlichten literarischen Übersetzungen an die oben genannte Emailadresse.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: premiotraduzione-italia@goethe.de
Tel. +39 06 8440051


Traueranzeige

Die Direktorin des Museums Casa di Goethe in Rom, der AsKI e.V. und alle Kolleginnen und Kollegen trauern um Dorothee Hock, die uns am 10. August 2021 zu früh verlassen hat. Wir gedenken ihrer mit großer Zuneigung und Wertschätzung. Von Beginn an im Jahre 1997 dabei, hat Dorothee Hock mit Enthusiasmus und Engagement entscheidend zur Entwicklung und zum Erfolg des Museums beigetragen. Mit ihr verliert das Museum gleichsam sein personifiziertes Archiv. Ihre Herzlichkeit und Kollegialität werden uns fehlen. Unser Mitgefühl gilt besonders ihrem Ehemann und ihrer Tochter, die sie bis zuletzt liebevoll begleitet haben.

Maria Gazzetti

Claudia Nordhoff

Pina Middendorf-Santoro

Domenico Matilli

Gabriele Gioni

Und alle externen Mitarbeiter wie Jörg Schaden, Alessandra Segatori, Manuela Belli, Gabi Pahnke, Tanja Schultz u.a.


Angekommen!

Unser neuer „Hackert“: Gestern angekommen und sogleich aufgehängt, zur Freude aller Mitarbeiter und Museumsbesucher. Ein Hauptwerk des Goethe-Freundes und bedeutendsten Landschaftsmalers seiner Zeit, Jakob Philipp Hackert, mit einer besonders interessanten Geschichte.

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