Aktuelles & Archiv

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Gut zu wissen

Der Goethe-Zeichner Christoph Heinrich Kniep. Ein Künstlerleben in Rom und Neapel

Claudia Nordhoff, Kuratorin der Ausstellung „Italien in Linien. Meisterzeichnungen von Christoph Heinrich Kniep“, hält am 15. Oktober einen Vortrag im Goethe-Museum Düsseldorf zum Thema „Der Goethe-Zeichner Christoph Heinrich Kniep. Ein Künstlerleben in Rom und Neapel“.

Im Vortrag wird der Lebensweg des Künstlers Christoph Heinrich Kniep nachvollzogen, der von Hamburg nach Rom in die dortige deutsche Künstlergemeinschaft führte, und schließlich nach Neapel, wo Kniep vierzig Jahre lang lebte und arbeitete. Seine Reise gemeinsam mit Goethe wird ebenso ausführlich beleuchtet wie sein Wirken in Rom und Neapel, wo seine Zeichnungen bei den Reisenden hoch begehrt waren.

Foto: Christoph Heinrich Kniep (1755-1825): Ideallandschaft mit Pyramus und Thisbe und Anklängen an die Bucht von Palermo mit dem Monte Pellegrino. Lavierte Tusche über Tuschfederzeichnung, 1787. Aus dem Bestand des Goethe-Museums/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung


Eröffnung der Ausstellung „Italien in Linien. Meisterzeichnungen von Christoph Heinrich Kniep“

Am 24. September haben wir die Ausstellung „Italien in Linien. Meisterzeichnungen von Christoph Heinrich Kniep”, kuratiert von Claudia Nordhoff, eröffnet. Die zahlreichen Besucher nutzten die Gelegenheit, die detailreichen Zeichnungen des deutschen Künstlers, der Goethe nach Neapel begleitet hat, aus der Nähe zu betrachten.

Die Ausstellung ist bis zum 11. Januar 2026 geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

In Zusammenarbeit mit Klassik Stiftung Weimar, Direktion Museen

Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Tavolozza Foundation

Foto: Andrea Veneri


7. Ausschreibung des Stipendiums der Casa di Goethe finanziert von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung für einen Arbeitsaufenthalt in Rom

Das Museum Casa di Goethe, getragen vom Arbeitskreis selbstständiger Kultur-Institute e.V. – ASKI, ermöglicht Arbeits- und Forschungsaufenthalte an einem historischen Ort im Zentrum von Rom.
In den Räumlichkeiten, in denen J. W. von Goethe von 1786 bis 1788 mit anderen Künstlern – darunter J. H. W. Tischbein – gemeinsam lebte und arbeitete, befinden sich heute das einzige deutsche Museum im Ausland, eine Bibliothek und ein Gästezimmer für Stipendiat:innen. Ein interdisziplinäres Veranstaltungsprogramm trägt diesen historischen Wurzeln des fächerübergreifenden Diskurses Rechnung und leistet heute einen wichtigen Beitrag zum deutsch-italienischen Dialog.
Die vorgeschlagenen Projekte sollen sich Themen aus Geschichte oder Gegenwart in Italien und Deutschland und den wechselseitigen Kulturbeziehungen widmen.
Gefördert werden ambitionierte und innovative Projekte, für deren Realisierung ein Aufenthalt in Rom notwendig ist; dabei ist ein Bezug zu Goethe wünschenswert, aber nicht Voraussetzung. Eine unabhängige deutsch-italienische Jury entscheidet über die Vergabe unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Casa di Goethe beabsichtigt, die Arbeiten der Stipendiat:innen in geeigneter Form zu präsentieren.

Das Stipendium:
Wir unterstützen Sie für zwei bis drei Monate. Das Museum Casa di Goethe stellt Ihnen in dieser Zeit in den eigenen Räumen im zweiten Stock ein geräumiges Einzelzimmer mit eigenem Bad und Nutzung der Gemeinschaftsküche miet- und nebenkostenfrei zur Verfügung. Das Stipendium ist mit 2.000 Euro monatlich dotiert.
Während der Stipendiumszeit wird erwartet, dass Sie in Rom leben und arbeiten. Im Zeitraum Herbst 2026 Frühjahr 2028 werden sechs bis acht Stipendien vergeben. Auf eine bestimmte Zeit innerhalb dieses Rahmens besteht kein Anspruch.
Bewerben können sich Akteur:innen aus dem Kulturbereich wie zum Beispiel Literatur, Wissenschaft, Übersetzung und Journalismus.


Die formlose Bewerbung soll beinhalten:

  • eine ausführliche Projektbeschreibung (max. drei Seiten)
  • eine kurze Zusammenfassung Ihres künstlerischen oder wissenschaftlichen
    Vorhabens (max. 2.000 Zeichen)
  • einen Lebenslauf, der den fachbezogenen oder künstlerischen Werdegang erkennen lässt (max. drei Seiten)

Die Bewerbung richten Sie bitte ausschließlich per E-Mail in einem PDF an stipendium@aski.org.

Frühester Stipendienbeginn: September 2026
Bewerbungsschluss ist der 15.10.2025.

Wir danken der Karin und Uwe Hollweg Stiftung aus Bremen für die Förderung des Stipendienprogramms.


Vortrag

In der Casa di Goethe laufen die Vorbereitungen zu einer großen Kniep-Ausstellung, die am 24. September eröffnet wird. Vorher aber hält unsere Mitarbeiterin Claudia Nordhoff am 3. Juli um 18.00 Uhr einen Vortrag über diesen einzigartigen Zeichner und Reisebegleiter Goethes in Sizilien, und zwar in Hildesheim, Knieps Geburtsstadt. Veranstalter ist der Hildesheimer Heimat- und Geschichtsverein, der damit an den berühmten Sohn der Stadt erinnert. Wir freuen uns über diese Verbindung der Casa di Goethe und Hildesheim und wünschen den dortigen Zuhörern einen unterhaltsamen und informativen Abend!


Ingeborg Bachmann: Ein Ort für Zufälle

Ingeborg Bachmann: Ein Ort für Zufälle, Suhrkamp Verlag, Berlin 2025

Anlässlich der Ausstellung Ingeborg Bachmann „Ich existiere nur, wenn ich schreibe„, die bis zum 31.8.2025 in der Casa di Goethe Rom zu sehen ist, weisen wir auf die jüngste Neuausgabe eines besonderen Textes von Ingeborg Bachmann hin. Mit Ein Ort für Zufälle von 1965 schafft die österreichische Schriftstellerin ein außergewöhnliches Porträt der Stadt Berlin, wo sie nach der Trennung von Max Frisch eine Zeitlang als Stipendiatin lebte. In der gerade erschienenen neuen Edition von Martina Wörgötter werden die zeitgeschichtlichen und poetologischen Hintergründe des auf Bachmanns Büchner-Preis-Rede (1964) basierenden Textes neu beleuchtet. „Der Kommentar eröffnet neue Zugänge, würdigt erstmals die literarische Bedeutung innerhalb des Gesamtwerks und verdeutlicht die biografische Schlüsselfunktion als einzige Publikation zwischen Dem dreißigsten Jahr (1961) und Malina (1971).“

Zu den Buchvorstellungen:

https://www.perlentaucher.de/buch/ingeborg-bachmann/ein-ort-fuer-zufaelle.html

https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-buchkritik-ein-ort-fuer-zufaelle-von-ingeborg-bachmann-100.html