Die Stipendiatin
mit dem Projekt
Eine Reise-Graphic-Novel von Olivia Vieweg

Mit Gottlos Pilgern – Von Weimar in den Vatikan entwickelt Olivia Vieweg in Rom eine Reise-Graphic-Novel in Form eines gezeichneten Reisetagebuchs. Aus der Perspektive einer ostdeutsch sozialisierten Atheistin erzählt sie von ihren Reisen zu katholischen Wallfahrtsorten in Deutschland und Italien – von Lourdes über Rom und den Vatikan bis nach Altötting, Fatima und zu weiteren, oft wenig bekannten Pilgerorten.
Mit ihrer unverwechselbaren zeichnerischen Handschrift verbindet sie persönliche Erfahrungen mit künstlerischer Recherche und eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf eine ihr zunächst fremde Welt. Humor, Authentizität und eine bewusst subjektive Erzählweise machen die Reisen auch für Menschen zugänglich, die bislang kaum Berührung mit Religion oder Wallfahrt hatten. Gleichzeitig richtet sich das Projekt an gläubige Leserinnen und Leser, die sich für die Perspektive einer Außenstehenden interessieren.
Die Graphic Novel thematisiert den Dialog zwischen säkularer und religiöser Identität über nationale Grenzen hinweg und verbindet Deutschland und Italien. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Glaube, Spiritualität und persönlicher Identität ebenso wie der Wunsch, ostdeutschen Perspektiven auf ungewöhnliche Themen mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Geplant ist ein rund 200 Seiten umfassendes Buch.

Olivia Vieweg wurde 1987 in Jena geboren und studierte Grafik Design an der Bauhaus Uni Weimar. Sie legte ihr Diplom mit ihrer Graphic Novel ENDZEIT ab. Sie entwickelte das Projekt als Stipendiatin an der Drehbuchwerkstatt München weiter und gewann den Tankred-Dorst-Preis für das beste Drehbuch. ENDZEIT wurde 2018 von ZDF/arte verfilmt und feierte Premiere auf dem Toronto International Filmfestival (Regie: Carolina Hellsgard). Die New York Times lobte sowohl Film als auch die gleichnamige Graphic Novel, die beim Carlsen-Verlag erschien.
2024 wurde ihr bisheriges Werk mit einer großen Ausstellung während des Internationalen Comic-Salons Erlangen gewürdigt. Im gleichen Jahr erschien ihr erster Jugendroman beim Ueberreuter-Verlag. Vieweg war 2025 Teil des von Netflix und Producers of Germany e.V./PROG ins Leben gerufenen Workshop zu ostdeutschen Perspektiven. Vieweg setzt sich in ihren Werken schon lange für eine bessere Sichtbarkeit Ostdeutschlands ein.
Sie lebt mit ihrer Familie in Weimar. Für den Reise-Comic „Gottlos Pilgern“ erhielt sie bereits das Literatur-Stipendium des Freistaats Thüringen.
Mit freundlicher Unterstützung der Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

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